Faseranalyse (qualitativ)

Faseranalyse – qualitativ auf ‚Faserart‘

DIN CEN ISO / TR 11827 beschreibt viele Verfahren, wie Faserarten qualitativ bestimmt werden können. Dazu gehören, mikroskopische Verfahren, chemische Verfahren wie Verbrennung. Bei der CTL GmbH ergänzen diese Auflistung noch durch eigene Tests, die wir durch unsere Erfahrung etabliert haben.

Warum auf Alkylphenole und Alkylphenolethoxylate prüfen?

Die korrekte Bewertung der Lichtechtheit kann für manche Unternehmen ein entscheidender Faktor sein. Ein neues Produkt, dessen Farbe zu schnell verblasst, kann den Ruf eines Unternehmens auf Jahre hinaus schädigen.

Stellen Sie sich vor, ein gutes Kleidungsstück verblasst in der Sonne? Ohne gründliche und wirksame Lichtechtheitsprüfungen wären solche Situationen nur allzu häufig.

Prüfbeschreibung

Fasern lassen sich grob in zwei unterschiedliche Faserarten aufteilen: Naturfaser und Kunstfaser. Zu den Naturfasern gehören die Pflanzenfasern wie Baumwolle, Leinen, Kapok, Sisal und exotischere Pflanzen. Auch tierische Fasern zählen zu den Naturfasern, handelt es sich ja um Haare: Wolle, Kaschmir, Angora, Alpaka und viele mehr. Hinzu kann man noch die Seide nehmen, bei der es sich um eine tierische Faser handelt, aber nicht um ein Haar, sondern um eine Absonderung.

Die Synthesefasern sind die Materialien, welche künstlich hergestellt sind und nicht aus der Natur geerntet werden. Die Materialien können dennoch natürlichen Ursprung sein, wie das bei Viskose beispielsweise der Fall ist. Hier wird Zellulose aus Holzmasse verwendet, um daraus Viskose herzustellen. Also eine Synthesefaser aus einem natürlichen Rohstoff. Weitere bekanntere Synthesefasern, die aber alle aus Kunststoff-Materialien bestehen, sind: Polyester, Poyamid, Polyacryl oder Polypropylen und etliche mehr.

In neueren Zeiten kommen auch häufiger spezielle Fasern auf. Dazu gehören Bi-Komponenten-Fasern. Elastomultiester gehört dazu. Diese Fasern bestehen aus zwei unterschiedlichen Bereichen innerhalb einer Faser. Dies führt zu speziellen Eigenschaften. Elastomultiester beispielsweise erhält eine Elastizität, die beide Bereiche alleine nicht hätten.

Nicht alle Fasern sehen gleich aus. Baumwolle ist verdreht, Leinen ähnelt einer Bambus-Struktur, Wolle hat Schuppen an der Oberfläche, Viskose besitzt Längsstreifen und die meisten Synthesefasern sind völlig glatt. Gerade die Synthesefasern können noch weitere Unterschiede haben. Man kann Polyester beispielsweise als runde Faser erzeugen, als flache, ovale Faser, als Hohlfaser oder etliche andere Varianten.

In der Textilkennzeichnungsverordnung 1007/2011, welche die Kennzeichnung von Textilien in der EU festschreibt sind in Anhang I die Faserarten aufgelistet, die derzeit auf einer Kennzeichnung vorhanden sein dürfen. Derzeit stehen 50 Faserarten auf dieser Liste. Wir können alle gängigen Faserarten identifizieren. Lediglich bei Exoten (sehr seltene Naturfasern oder sehr neuartige Synthesefasern) sind wir noch im Lernprozess, da wir dafür wenige Erfahrungswerte haben. Wir untersuchen eben selten Muster aus Biberhaar. Sehr wohl aber können wir Kaschmir von Wolle unterscheiden, die beide regelmäßig vorkommen.

Wenn Sie einen Kaschmir-Pullover für viel Geld kaufen, sei es als Endverbraucher oder als Händler, dann erwarten Sie auch dass Kaschmir drin ist. Wenn Sie einen Woll-Pullover kaufen, wollen Sie kein Polyacryl dabei haben. Der Gesetzgeber hat klar festgeschrieben, dass alle Textilien in der EU gekennzeichnet werden müssen, und dass die Kennzeichnung auf 3 % genau sein muss. Ist Ihre Kennzeichnung abweichend, kann Ihr Produkt vom Markt genommen werden.

Es klingt hart und unnötig dass bei einer angegebenen Zusammensetzung von 60 % Polyester und 40 % Baumwolle Ihr Produkt nicht verkehrsfähig ist wenn Sie 55 % Polyester und 45 % Baumwolle verwendet haben. Das ist aber derzeitige Gesetzeslage. Bedenkt man, dass einige Fasern günstiger sind, dass damit der Endverbraucher getäuscht wird dann gibt diese strenge Auslegung etwas mehr Sinn, auch wenn sie immer noch ziemlich hart ist.

Wir können Ihnen helfen, zu wissen, was Sie verkaufen. Wir kennen die Kennzeichnungsvorschriften und können Ihnen sagen, was Sie auf Ihr Kennzeichnungsetikett schreiben müssen. Der Gesetzgeber ist da nämlich nicht ganz offen und es gibt diverse Dinge, die nicht gekennzeichnet werden müssen. Eine 100 % Baumwoll-Socke muss beispielsweise nicht unbedingt aus 100 % Baumwolle bestehen. Diese Stolpersteine können wir Ihnen aus dem Weg räumen, so dass Sie sich da nicht einarbeiten müssen.

Wir prüfen zum allergrößten Teil mikroskopisch auf die Faserarten. Wir nutzen die Methoden, welche in der DIN CEN ISO / TR 11827 beschrieben sind. Gleichzeitig verwenden wir Identifizierungen, welche wir im Laufe unserer Geschäftsjahre entwickelt haben und welche weniger bekannt sind.

Optionen

  • Faseranalyse – qualitativ auf Bastfaser
  • Faseranalyse – qualitativ auf Baumwolle
  • Faseranalyse – qualitativ auf Kaschmir
  • Faseranalyse – qualitativ auf Wolle
  • Faseranalyse – qualitativ auf regenerierte Zellulosefasern
  • Faseranalyse – qualitativ auf Seide
  • Faseranalyse – qualitativ auf Synthesefasern
  • Faseranalyse – qualitativ auf Elastan
  • Faseranalyse – qualitativ auf Metallfasern
  • Faseranalyse – qualitativ auf Merino-Wolle
  • Faseranalyse – Faserdicke mikroskopisch
  • Faseranalyse – Prüfung des Faserquerschnitts

Benötigte Probengröße

  • Von jedem Bestandteil etwa 2 g
  • Wenn die Zusammensetzung von einem gesamten Artikel bestimmt werden sollen ist wenigstens 1 gesamter Artikel notwendig

Hinweis

Selbst wenn etwas zu 100 % aus einer Faserart besteht, muss immer gründlich geprüft werden ob keine Verunreinigungen oder Fremfasern dabei sind. Gerade bei Recyling-Produkten findet man häufig unerwünschte Fremdfasern, die einem in der Kennzeichnung Schwierigkeiten machen können, wenn nicht geprüft wird.

Vorteile der Prüfung von Alkylphenole und Alkylphenolethoxylate

Von allen Arten der Farbechtheitsprüfung ist die Lichtechtheitsprüfung  mit am wichtigsten.

Wie sich Stoffe beim Waschen, bei der chemischen Reinigung, beim Reiben, beim Schwitzen oder nach Kontakt mit verschiedenen Arten von Flüssigkeiten, ist für die Hersteller eine sehr wichtige Information. Die Auswirkungen von Licht können jedoch viel subtiler und unvorhersehbar sein so dass genaue und zuverlässige Tests unerlässlich sind.

Kommerzieller Vorteil

Auf kommerzieller Ebene gibt die Lichtechtheitsprüfung den Herstellern Vertrauen in ihre Produkte. Sie hilft ihnen, ihre Produktpalette zu erweitern, neue Märkte zu erschließen und innovative Materialien zu entwickeln, die ihren Konkurrenten voraus sind. Sie ermöglicht es ihnen auch, die nationalen und internationalen Normen sowie die des Einzelhandels zu erfüllen.

Die beste Art zu testen

Für viele Branchen sind Lichtechtheitsprüfungen ein grundlegender Bestandteil der Forschung und Entwicklung sowie der Qualitätskontrolle. Ihre Proben an dem Ort, an dem sie verwendet werden sollen, natürlichem Sonnenlicht auszusetzen, ist unpraktisch, da dies für die meisten Materialien Monate oder sogar Jahre dauern kann – und wer kann es sich in einer Forschungs- und Entwicklungsabteilung leisten, so lange zu warten?

die natürliches Licht simulieren und den Testprozess beschleunigen. Die Technologie, mit der dies am besten gelingt, ist die Xenon-Langbogenstrahlung.

Wie arbeiten wir

Unser Arbeitsablauf

01

Anforderung
Zu Beginn klären wir mit dem Kunden den Prüfumfang, das Ziel der Prüfungen und ggf. die Projektanforderungen

02

Angebot
Wir erstellen ein Angebot auf Basis des Prüfumfangs und der Anforderungen

03

prüfen
Der Auftrag ist klar und sobald das Prüfmuster im Labor eingegangen ist, legen wir direkt mit der Prüfung los

04

Übermittelte Prüberichte
Die Ergebnisse liegen in Form eines Prüfberichts vor. Neben dem reinen Prüfergebnis ist eine Gesambeurteilung nach gesetzlichen, generellen oder kundenspezifischen Anforderungen möglich

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